Marktbericht KW 29
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Aktuelles auf dem Markt: Rondini grün und gelb, Zucchetti weiss und Trombette, Sauerkirschen, Merendelle, Percocche, Cassis-Beeren, Gurkenblüten, Maiskolben, Bohnen grün, Tomaten Berne Rose und Eierschwämmli.
Saisonbeginn: Birnen Guyot, Weinberg Pfirsiche und Nektarinen, neue Kartoffeln.
Problematisch oder Ende: Für die Forellen-Birne ist die Saison vorbei, der Nüsslisalat bereitet grosse Probleme bezüglich Qualität, die Gänseblümchen konnten der grossen Hitze ebenfalls nicht standhalten und bei 2B Fresh haben auch einige Blättchen die Segel gestrichen.
Walliser Aprikosen: Bis zum 1. Juli hatten wir ja noch die Wahl zwischen den Französischen und den Walliser Aprikosen aber nun herrscht Vollversorgung in der Schweiz und die Grenze ist geschlossen. Dieses Jahr ist das nicht so schlimm, denn die Walliser Aprikosen verdanken ihre Qualität der Kombination aus viel Sonne, trockener Luft, wenig Regen, warmen Tagen, kühlen Nächten und gut durchlässigen Böden. All das hatten und haben wir weiterhin und die Aprikose aus dem Rhonetal macht momentan so richtig Freude!
Weinberg-Pfirsiche und Nektarinen: Genau wie die Walliser Aprikosen schätzen die Weinbergpfirsiche und Nektarinen ein warmes Klima und trockene Füsse am Berg. Ursprünglich kam der Pfirsich aus Asien via Südeuropa nach Deutschland bis an die Mosel. Dort wurde er dann in den sonnenexponierten Weinbergen an toller Hanglage angebaut und hat mit seinem Dasein den Boden für die Monokulturen im Weinbau gelockert. Eigentlich würde diese alte Sorte im Wallis sicherlich hervorragend gedeihen. Die Weinbergpfirsiche eignen sich dank ihrem intensiven Geschmack bestens für Konfitüren, Sorbets, Kuchen, Chutneys und zum Einmachen. Dies gilt übrigens auch für die Percocche.
Sauerkirschen: Sie gedeiht unter den gleichen Bedingungen wie die oben erwähnten Aprikosen und Pfirsiche, ist aber wohl die Robusteste unter ihnen. Früher stand fast in jedem Garten ein Weichselbaum und wenn nicht die Menschen, dann hatten zumindest die Vögel ihre wahre Freude daran. Heute erleben die Sauerkirschen eine kleine Wiederentdeckung. Zwar sind grosse Anlagen selten aber vom Wallis, aus dem Thurgau oder dem Aargau sind sie momentan erhältlich. Sauerkirschen sind unglaublich vielseitig und können sowohl im süssen Klassiker wie der Schwarzwälder-Torte, für Kompott, Kuchen oder Wähen verwendet werden oder auch als herzhafte Beilage für Wildgerichte, als Chutney oder BBQ-Sauce. Mit einem Stück dunkler Schokolade oder einem Würfel Bergkäse schmeckt diese alte Kulturfrucht übrigens überraschend harmonisch.
Eierschwämme: Die Preise sind zwar noch eher etwas hoch, doch wir möchten Euch die schönen Eingänge aus Polen und Litauen dennoch nicht vorenthalten. Wenn man auf deutlich tiefere Preise warten möchte, muss man sich meist bis ungefähr Mitte August gedulden. Dann könnten sie deutlich unter 20 Franken zu haben sein.


