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Marktbericht KW48

Italien und Spanien: Nehmen langsam Fahrt auf und lösen unsere einheimische Produktion bei den Salaten und dem Gemüse ab. Sie schicken uns tolle Clementinen, Mandarinen und die ersten europäischen Orangen nach gut einem halben Jahr. Auf die ersten jungen Kohlraben freuen wir uns immer ganz besonders. Süsslich, nicht «holzig» und ohne Erdgeschmack bringen sie beinahe ein Bisschen Frühling auf den Teller. Eher zum Herbst passend wären dann die Italienische Marroni. Gemütlich zu Hause genossen aus dem Ofen oder beim Stadtbummel um die Hände zu wärmen.


Marroni oder Kastanien, was denn nun? Jeden Herbst kommt es wieder zur Gretchenfrage: Wo liegt denn der Unterschied? Rosskastanien: Die kennt man von früher vom Schulweg oder aus dem Nachbarsgarten. Rosskastanien haben dicke Dornen und eignen sich wegen dem hohen Gehalt an Gelbsäure nicht zum Verzehr. Auch ist der Baum ganz und gar nicht mit dem Gewächs der Edelkastanie verwandt. Mit den tollen Früchten kann man aber lustige Tierchen oder Tischdekos basteln. Esskastanie: Bei der meist nur als Kastanie bezeichnete Esskastanie handelt es sich um eine Edelkastanie, die gegessen werden kann. Die Stacheln sind feiner als bei der Rosskastanie und die Nuss hat eine einseitig abgeflachte Form. In Südeuropa war sie während den harten Wintermonaten der Hauptenergielieferant für die grosse Landbevölkerung. Marroni: Bei der Marroni handelt es sich um eine Weiterzüchtung der Edelkastanie. Die Marroni besitzen mehr Süsse und ein intensiveres Aroma. Zudem lässt sie sich besser schälen.

Marroni sind etwas grösser und man erkennt sie an ihrer herzförmigen Unterseite.


Eisbergsalat: Winterzeit = Eisbergzeit! Unterdessen haben die Spanier die Eisbergproduktion voll in ihrer Hand. Der tolle Alleskönner ist beliebt, unproblematisch und lange haltbar. Sein Vater ist der französische Batavia. Von ihm aus wurden Anfangs des 20. Jahrhunderts im Westen der USA die ersten geschlossenen Eisbergköpfe angebaut. Die Sorte war Great Lakes. Zum Namen «Eisberg» gibt es eine Legende bei der es sich aber eher um einen Mythos handelt. Weil es damals noch keine Kühlwagen gab, wurden für den Transport von Westen nach Osten mit der Bahn die Salatköpfe auf grossen Eisblöcken, Eisbergen gelagert, um auch nach tausenden Kilometern noch frisch an der Ostküste anzukommen.


Winterzeit ist auch Raclettezeit! Wie wäre es mal mit blauen «Gschwellti»? Etwas mehr als einen «Steinwurf» von uns entfernt bauen die Gebrüder Hermann die tollen Blauen St. Galler an. Mit Kochtyp B ist er ein Alleskönner und taugt sowohl für die Herstellung von Suppen, Chips, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Gratin, Kartoffelstock oder sogar Rösti – alles in einem attraktiven Blauton!


Wirz: Wahre Kohlexperten wissen ja, dass man den Wirz nach dem ersten Frost ernten sollte. Das dürfte nun bald der Fall sein. Zudem kauft man Wirz mit den Ohren! Nur wenn er «geschüttelt» das typische Knirschen von sich gibt, ist er wirklich fresh!

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